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 Betreff des Beitrags: Islam und Demokratie
BeitragVerfasst: Mo 7. Feb 2011, 20:04 
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Registriert: Do 6. Jan 2011, 15:36
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Islam und Demokratie

von Habib Neven

Viele Leute fragen sich, wie Islam sich zur Demokratie verhält. Ein einziger Bericht über den Propheten s.a.w. stellt dies klar:

Abu Musa al-Ash'ari, radiyallaahu 'anhu berichtete:

"Ich trat beim Propheten s.a.w. ein zusammen mit zwei Männern, Söhne meines Onkels, und einer dieser Männer sagte: 'O Gesandter Allahs! Beauftrage uns, über eines der Länder zu befehlen, die Allah der Machtvolle und Erhabene unter deine Autorität gestellt hat.' Darauf erwiderte er: "Wir geben diese Position niemanden, der danach fragt, noch jemandem, der sie begehrt.'"

Überliefert von Bukhari, und in einem etwas anderem Wortlaut bei Muslim und an-Nasa'i.

Im Grunde ist dies einfach zu verstehen: Jemand, der eine Führungsposition begehrt, kann sich nicht der Verantwortung bewusst sein, die er damit übernimmt und dass er genau für diese Verantwortung vor Allah am Jüngsten Tag auf das Schärfste zur Rechenschaft gezogen wird! Es fehlt ihm also Gottesfurcht!

Außerdem mangelt es ihm auch noch an Demut! Jemand der sagt: "Wählt mich, ich bin der Beste, Klügste, Weiseste und besser als alle anderen", ist sicher nicht der Beste, sondern ein Prahler! Man muss auch vermuten, dass er die Position anstrebt, um Macht und Einfluss zu gewinnen, und nicht, um dem Volk zu dienen!

Dann darf man noch bemerken, dass normalerweise der gewählt wird, der am Besten in den Medien dasteht, und da darf man wiederum fragen, wer diese Medien besitzt und Herr über die öffentliche Meinung ist. In Ländern wie Indonesien z.B., wo der Wahlkampf privat finanziert wird, gewinnt sowieso normalerweise der mit den besten Resourcen, die er sehr wahrscheinlich durch Korruption aufgebaut hat. In anderen Ländern sieht dies nicht viel anders aus.

Von Abu Hurayrah, radiyallaahu 'anhu, der berichtete, dass der Gesandte Allahs s.a.w. sagte: "Ihr werdet wahrlich nach Führung streben, aber es wird ein Grund des Bedauerns sein am Tag der Wiederauferstehung."

'Abdur-Rahmaan ibn Samurah, radiyallaahu 'anhu, berichtete, dass der Gesandte Allahs s.a.w. sagte: "O 'Abdur-Rahmaan! Frage nicht nach einer Führungsposition, denn wenn sie dir gegeben wird weil du danach gefragt hast, wirst du alleine dafür zur Verantwortung gezogen, aber wenn sie dir gegeben wird ohne das du danach gefragt hast, wird dir (von Allah) geholfen werden."


Bukhari (9/194 no.260) und Muslim (3/1013 no.4487)

Manche Muslime glauben wirklich, dass Islam und Demokratie vereinbar seien, da Islam in der Tat demokratische Prinzipien besitzt. Es gibt eine sogenannte Schura, einen Rat, dem die besten eines Volkes angehören, und zwar nicht nach materiellem Reichtum und Titel gemessen, sondern nach Moral und religiösem Wissen. Dieser Rat wiederum berät den Führer (Amir) und wählt ihn auch aus seiner Mitte. Der große Unterschied besteht aber hier, dass zum Amir nicht jemand gewählt wird, der sich für dieses Amt beworben hat! (Es gibt auch die Bestimmung eines Amir durch den noch amtierenden Amir, wie dies bei Abu Bakr r.a. der Fall war, der Umar r.a. als seinen Nachfolger bestimmte.)

Weiter sei noch bemerkt, dass ein Amir sich nicht über göttliches Recht (Syariah) stellen kann, also z.B. Gesetze aufhebt, die vorgeschrieben sind und Gesetze macht, die der Syariah widersprechen, auch dies ein eklatanter Widerspruch zur Demokratie: Es gibt keinen Säkularismus im Islam!

Durch die Einführung des Volkes als "Souverän", d.h. Demokratie oder jeder anderen Staatsform, die nicht auf dem von Gott offenbarten Gesetz aufgebaut ist, wird Allah s.w.t. als "Souverän" (Al-Malik) abgelöst. Dies bedeutet, dass alle, die diese Staatsformen akzeptieren, etwas anderes als Al-Hakam (der Gesetzgeber) als oberste Autorität gestellt haben. Dies ist Shirk, Götzendienst, und einer jener Sünden, die Allah s.w.t. nicht vergeben wird!

Quelle: http://www.tauhid.net/demokratie.html

Sure Al Maida

44. Wir hatten die Thora hinabgesandt, in der Führung und Licht war. Damit haben die Propheten, die gehorsam waren, den Juden Recht gesprochen, und so auch die Wissenden und die Gelehrten; denn ihnen wurde aufgetragen, das Buch Allahs zu bewahren, und sie waren seine Hüter. Darum fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich; und gebt nicht Meine Zeichen hin um geringen Preis. Wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Ungläubigen (Kafir).

45. Wir hatten ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr und Zahn um Zahn, und für (andere) Verletzungen billige Vergeltung. Wer aber darauf Verzicht tut, dem soll das eine Sühne sein; und wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Ungerechten (Zalim).

47. Es soll das Volk des Evangeliums richten nach dem, was Allah darin offenbart hat; wer nicht nach dem richtet, was Allah hinabgesandt hat - das sind die Empörer (Fasik).


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